Oben

Einen großen Kinogänger kann ich mich wirklich nicht nennen. Aber was soll ich machen – immer kommt man um die Anweisungen seiner Gattin nicht herum. Vor einigen Wochen war für mich nach langer Zeit wieder ein gemeinsamer Kinobesuch angesetzt. „Oben“ stand auf dem Programm, von Pixar und Walt Disney Productions. Ich hatte zwar einiges an Vorschauen gesehen, mir aber kein konkretes Bild von dem Film gemacht. Das einzige an Interesse im Vorfeld kam bei mir in Bezug auf die 3-D Animation des Films auf.

Gleich vorweg: Oben war für mich mehr als nur eine Überraschung. Positiver ging es fast nicht mehr. Der beste, anrührendste, witzigste Trickfilm, den ich seit Langem gesehen habe. Bei diesem Film stimmt einfach alles. Die erste Überraschung war der 78-jährige Hauptakteur Carl. Es werden zunächst Szenen aus seiner Jugend über seine Heirat bis zum Tod seiner Frau Ellie gezeigt. Ein Einstieg, den ich in einem Film dieses Genres nicht erwartet hätte.

Carls Haus soll Neubauten Platz machen und so setzt er einen Traum um, den er und Ellie seit ihrer Jugend hatten: Er lässt sein Haus an Luftballonen nach Südamerika schweben. Dort will er sein und Ellies Jugendidol suchen, den Forscher Charles Muntz, welcher dort bei den sogenannten Paradise Falls verschollen sein soll. Mit von der Partie ist der Pfadfinder Russel. Der Junge ist als blinder Passagier mit in Carls Haus geraten. Der Film schwelgt über die ganze Länge geradezu in Gags, Einfällen und liebevoll ausgearbeiteten Kleinigkeiten.

Ich werde mir den Streifen bei Gelegenheit auch als Video auf DVD kaufen. Natürlich gibt das Pantoffelkino nicht das her, was ein Kinosaal mit einem 3D-Film bieten kann. Oben ist jedoch ein Film, den man sich immer wieder einmal zu Gemüt führen kann. Egal in welcher Form.

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