Die MPU zu umgehen ist bald nicht mehr möglich

Lange Zeit war der so genannte Führerscheintourismus ein wichtiges Thema in unseren Breiten. Ich persönlich wusste erst einmal wenig damit anzufangen, denn Gott sei Dank, musste ich bisher noch keine MPU durchführen. Eine solche, auch als Idiotentest oder Medizinisch Psychologische Untersuchung bekannte Untersuchung wird immer dann angeordnet, wenn man sich im Straßenverkehr falsch verhält. So sind die häufigsten Gründe für die Anordnung einer MPU in Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zu finden. Auch das Erreichen einer bestimmten Grenze an Punkten beim Verkehrszentralregister zieht eine solche Untersuchung nach sich.

Nun war es einst so, dass in allen Ländern der EU ein Führerschein anerkannt werden musste, der in einem anderen Land der EU erworben wurde. Das brachte viele Autofahrer dazu, dass sie die MPU in Deutschland umgingen und den Führerschein im Ausland erneut erwarben. Er musste wohl oder übel in Deutschland anerkannt werden. Erstritten wurde das Ganze in einem Aufsehen erregenden Fall, der von einem Fachanwalt für Verkehrsrecht geführt wurde.

Allerdings war auch den deutschen Behörden schnell klar geworden, dass vielfach mit dem EU Führerschein einfach die MPU umgangen werden sollte. Seit Anfang 2009 gelten deshalb neue Regelungen. Wurde in Deutschland eine MPU angeordnet, nachdem es zum Führerscheinentzug kam, so muss ein ausländischer EU Führerschein nicht mehr grundsätzlich anerkannt werden. Mittlerweile ist dieser nur noch dann in Deutschland gültig, wenn zum Zeitpunkt des Führerscheinerwerbs der Hauptwohnsitz im ausstellenden Land gelegen war. Bei online-mpu.de kann mann seit einiger Zeit auch MPU-Vorbereitungskurse absolvieren.

Der Führerscheintourismus hat sich offiziellen Angaben zufolge seither deutlich verringert. Obwohl viele Autofahrer dies beanstanden, muss ich sagen, finde ich es richtig. Schließlich ist die MPU keine Strafe, sondern will die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.

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